Demokratie lebt vom Dialog – und genau dieser stand bei unserem ersten Demokratie-Dinner der Weihungstalschule im Mittelpunkt. Schülerinnen und Schüler, Eltern, Lehrkräfte sowie der Bürgermeister, Herr Erlewein, und die Gemeinderätinnen und Gemeinderat, Frau Aberle, Frau Staiger sowie Herr Karletshofer kamen in ungezwungener Atmosphäre miteinander ins Gespräch und machten Demokratie an diesem Abend unmittelbar erlebbar.
Unser Demokratie-Team konnte gemeinsam mit unseren mitwirkenden Schülerinnen und Schülern zeigen, dass junge Menschen nicht nur Interesse an politischen Themen haben, sondern sich auch aktiv in ihre Gemeinde einbringen möchten.
Ein besonderer Programmpunkt war die Fragerunde mit dem Bürgermeister. Offen und authentisch berichtete er von seinem persönlichen Werdegang, seinem Beruf als Bürgermeister und den Herausforderungen kommunalpolitischer Arbeit. Geduldig, in schülergerechter Sprache und stets auf Augenhöhe beantwortete Herr Erlewein die zahlreichen Fragen der Jugendlichen. Dabei gab er ihnen auch einen persönlichen Rat mit auf den Weg, als sie ihn darum baten: „Lasst schulisch nichts anbrennen. Verbaut euch im Hier und Jetzt keine Chancen – auch wenn man in den Jahren des Sturm und Drangs manchmal andere Prioritäten setzt.“
Der zweite Teil des Abends war die Vorstellung eines Anliegens der Schülerinnen und Schüler. Sie hatten den Wunsch nach besseren Möglichkeiten zum Fußballspielen sorgfältig vorbereitet und präsentierten ihr Anliegen strukturiert, sachlich und mit überzeugenden Argumenten. Dabei schilderten sie nicht nur die aktuelle Situation, sondern zeigten auch Verständnis für unterschiedliche Perspektiven und machten konkrete Vorschläge, wie eine Verbesserung gemeinsam gelingen könnte.
Damit wurde deutlich, worum es in einer Demokratie geht: nicht nur Forderungen zu stellen, sondern Verantwortung zu übernehmen und sich zu fragen, welchen eigenen Beitrag man leisten kann. Im anschließenden Austausch nahmen sich unsere Gäste die Zeit, beantworteten die Fragen der Jugendlichen und zeigten mögliche Lösungswege auf. Nachdem die schulinternen demokratischen Prozesse über die SMV und die Schulleitung bereits durchlaufen wurden, besteht der nächste Schritt darin, das Anliegen an den zuständigen Verband heranzutragen. Diesen Weg möchten wir nun gemeinsam weiterverfolgen, damit die Schülerinnen und Schüler die Chance erhalten, ihren Wunsch Wirklichkeit werden zu lassen.
Der Abend zeigte eindrucksvoll, dass Demokratie nichts Abstraktes oder Unerreichbares ist. Sie beginnt dort, wo Menschen einander zuhören, unterschiedliche Meinungen respektieren, gemeinsam nach Lösungen suchen und Verantwortung für das Miteinander übernehmen. Genau diese Erfahrung konnten die Schülerinnen und Schüler an diesem Abend machen.
Für unser Demokratie-Team ist das Demokratie-Dinner deshalb weit mehr als eine einzelne Veranstaltung. Es ist ein Auftakt, demokratische Werte an der Weihungstalschule sichtbar zu leben und weiterzugeben. Denn Demokratie muss nicht nur gelehrt werden – sie muss erlebt werden.
Artikel online seit 16.7.2026
Im Rahmen ihrer Tour machte das Theaterensemble Radiks aus Berlin auch an unserer Schule Halt. Als Demokratie-Team haben wir uns sehr gefreut, die Schauspielerinnen und Schauspieler bei uns begrüßen zu dürfen.
Mit dem Theaterstück „Wir waren mal Freunde“ wurde ein Thema aufgegriffen, das aktueller kaum sein könnte. Auf lebensnahe und schülergerechte Weise erzählt das Stück von Freundschaft, Vorurteilen, Ausgrenzung und gesellschaftlichen Konflikten sowie den Zukunftskonzepten junger Menschen. Dabei werden Fragen aufgeworfen, die viele Jugendliche unmittelbar betreffen: Wie gelingt der Umgang mit persönlichen Schicksalsschlägen? Wie möchten wir in einer vielfältigen und multikulturellen Gesellschaft zusammenleben? Wie können wir ein respektvolles Miteinander gestalten, sodass jeder Mensch seinen Platz findet – frei von Vorurteilen und Ausgrenzung?
Die Aufführung regte zum Nachdenken an und beeindruckte unsere Schülerinnen und Schüler. Sie verfolgten die Geschichte aufmerksam und ließen sich von den authentischen Figuren und ihren Konflikten mitreißen.
Im Anschluss an die Vorstellung fand ein gemeinsames Nachgespräch mit den Schauspielerinnen und Schauspielern statt. Sie nahmen sich viel Zeit und beantworteten geduldig alle Fragen der Schülerinnen und Schüler. Neben Fragen zum Schauspielberuf interessierten sich die Jugendlichen auch für die Handlung des Stücks.
Wir bedanken uns herzlich beim Theaterensemble Radiks für die Aufführung und den offenen Austausch. Das Stück hat eindrucksvoll gezeigt, wie Theater wichtige gesellschaftliche Themen aufgreifen und Menschen dazu anregen kann, miteinander ins Gespräch zu kommen und über Zusammenhalt, gegenseitigen Respekt, Klischees und Vorurteile nachzudenken.
Artikel online seit 16.7.2026


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Die Lerngruppen 9G und 9M besuchten am 12.01.2026 die KZ-Gedenkstätte Dachau und nahmen an einer 2,5-stündigen Führung teil. Der winterliche Besuch mit leichtem Schneefall trug dazu bei, dass sich die Schülerinnen und Schüler besonders intensiv in die historischen Lebensbedingungen hineinversetzen konnten. Der Besuch ermöglichte eindrückliche Einblicke in die Geschichte des Konzentrationslagers und regte zum Nachdenken über Erinnerung und Verantwortung an.


